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Die Belichtungszeit – so funktioniert es

Das wichtigste in der Fotografie, um Bilder erstellen zu können, ist das Licht. Es ist immer und überall anzutreffen, allerdings in den unterschiedlichsten Arten. Abhängig von der Jahres- oder Tageszeit erscheint die Umgebung mal in wärmerem Licht oder in kälterem, mal ist es heller oder dunkler. Das Wetter selbst beeinflusst die Art des Lichtes genauso. Auch ist es von Bedeutung, ob es sich um natürliches Licht oder um künstliche Lichtquellen handelt.
Um diese verschiedenen Arten der Umgebungsbeleuchtung auch auf den Fotos real wiedergeben zu können, aber auch um Stilelemente wie die Langzeitbelichtung zu nutzen, ist die Belichtungszeit eine der wichtigsten Einstellmöglichkeiten.

 

Die Belichtungszeit – was genau ist das?

Als Belichtungszeit oder auch Belichtungsdauer wird die Zeitspanne bezeichnet, in der der Sensor einer Digitalkamera (bei analogen Kameras der Film) zum Aufnehmen eines Fotos dem Licht ausgesetzt ist. Meistens wird sie in Bruchteilen von Sekunden angegeben, wie zum Beispiel 1/15s, 1/30s, 1/60s, oder 1/200s. Bei vielen Kameras kann aber auch eine Belichtungsdauer von über einer Sekunde gewählt werden, um Langzeitbelichtungen zu ermöglichen.
Für die korrekte Belichtung eines Fotos ist nebst der Empfindlichkeit des Sensors das Zusammenspiel von der Blende (die Lichtmenge, die auf den Sensor einfällt) und der Belichtungszeit maßgebend.
Je nach Blendenöffnung kann bei zu kurz gewählter Belichtungsdauer das Bild unterbelichtet sein, das heißt es ist zu dunkel, bei zu langer Belichtungsdauer überbelichtet.
Nebst der Helligkeit des Bildes kann mit der Belichtungszeit auch die Dynamik im Bild gestaltet werden. Es ist daher möglich, eine schnelle Bewegung „einzufrieren“ oder diese auf dem Bild wiederzugeben.

 

belichtungszeitDie richtige Belichtungszeit wählen

Um gestochen scharfe Fotos zu erhalten, ist es von großer Bedeutung, die richtige Belichtungsdauer zu wählen. Je kürzer die Belichtungsdauer, desto schärfer werden die Fotos. So ist es auch aus der Hand heraus möglich, scharfe Bilder abzulichten.
Als Faustregel dafür gilt: Die Belichtungszeit darf nicht länger als der Umkehrwert der Brennweite sein. Als Beispiel darf bei einem 50mm-Objektiv die Belichtungsdauer nicht länger als 1/50s betragen.
Allerdings ist die Gefahr groß, dass die Bilder dann unterbelichtet sind. Diese Unterbelichtung kann mit der Öffnung der Blende oder mit Erhöhung des ISO-Wertes korrigiert werden. Falls die gewählte Blende nicht verändert werden darf, da die gewünschte Schärfentiefe erreicht ist, empfiehlt es sich, zusätzlich ein Stativ zu verwenden.

 

Kurzzeitbelichtung

Mit einer kurzen Belichtungsdauer ist es möglich, selbst schnelle Bewegungen „einzufrieren“. Diese Gestaltungsmöglichkeit ist für Sportfotografie sehr sinnvoll, um den entscheidenden Moment aufnehmen zu können. Aber auch in der Tierfotografie ist eine kurze Belichtungsdauer nicht wegzudenken. Hier ist es ratsam ein Stativ zu gebrauchen.
Bei der Kurzzeitbelichtung sind der Fantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt, da im Prinzip nicht viel falsch gemacht werden kann. Vorausgesetzt, die korrekte Belichtung des Bildes wird nicht außer Acht gelassen.

 

Langzeitbelichtung

Die Langzeitbelichtung deckt sehr viele Bereiche der Fotografie ab. Mit der Langzeitbelichtung ist es möglich, den Nachthimmel einzufangen, Gewässer geschmeidig darzustellen oder Bewegungen auch auf dem Bild als Bewegung erscheinen zu lassen.
Bei der Langzeitbelichtung gibt es allerdings einige Dinge zu beachten:
Ein Stativ ist unerlässlich, um trotz langer Belichtungszeit scharfe Bilder zu erhalten. Außerdem empfiehlt es sich einen Fernauslöser zu verwenden, damit beim Auslösen kein Verwackeln des Bildes entstehen kann. Ist kein Fernauslöser vorhanden, kann als Alternative auch der Selbstauslöser programmiert werden.
Um eine Überbelichtung zu vermeiden, sollte der ISO-Wert möglichst tief gewählt werden und die Blende geschlossen sein.
Bei der Langzeitbelichtung ist sehr viel Geduld und auch Ausprobieren gefragt, um professionelle und hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Die Belichtungsdauer ist eine wunderbare Einstellmöglichkeit, um kreative und gestochen scharfe Bilder zu erreichen.
Deshalb lohnt es sich, den Kauf einer Kamera genau zu überdenken und sich nicht gleich das günstigste Modell anzuschaffen. In eine Kamera zu investieren, die nebst der automatischen, auch manuelle Bedienung anbietet, empfiehlt sich auf jeden Fall.


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