Weitwinkelobjektiv für DSLR-Kameras (Spiegelreflex)

dslr weitwinkelobjektiv test 67Für unterschiedliche Motive gibt es stets das passende Objektiv. Eines davon ist das Weitwinkelobjektiv. Hierbei ist die kleinere Brennweite und der dadurch entstehende weitere Bildwinkel entscheidend.

Die Sicht, an die der Fotograf von Normalobjektiv gewohnt ist, ist bei dem Weitwinkelobjektiv eine andere. Der Fotograf kann mit dieser Art des Objektives nah an das zu fotografierende Objekt herangehen. Die dadurch entstehende Nähe im Bild bringt den Betrachter unmittelbar ins Geschehen.

 

 

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Vor allem bei Aufnahmen in engen Umgebungen und kleinen Räumen ist das Weitwinkelobjektiv ein großer Helfer, um die Räume und Gegenden auf ein Foto zu bekommen und alles darstellen zu können. Bei der Portraitfotografie können mit dem Weitwinkelobjektiv karikaturähnliche Bilder entstehen, je nach dem wie nah die zu fotografierende Person am Objektiv steht.

weitwinkelobjektiv testDurch die kurze Brennweite ist es dem Fotograf möglicht, sehr nah an das Motiv heranzutreten und dennoch eine weite Optik und Perspektive zu erreichen. So werden zum Beispiel Objekte, die im Vordergrund sind im Verhältnis zu den hinteren Objekten ungleich größer dargestellt. Dadurch wird dem Gehirn eine andere Distanz der beiden Objekte zueinander vorgegaukelt und es entsteht eine enorme Raumtiefe und die Objekte wirken plastischer. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich durch das Weitwinkelobjektiv der Bildmaßstab verkleinert. Das ermöglicht eine hohe Schärfentiefe, was typisch für die Fotos ist.

 

Technische Eckdaten

 

Die Brennweiten der Weitwinkelobjektive sind unterhalb der normalen Brennweiten einzuordnen. Es gibt unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, teilweise wird das Weitwinkelobjektiv mit einer Festbrennweite angeboten, oftmals aber auch mit einer Zoomfunktion, dort kann die Brennweite variabel eingestellt werden. Die gemäßigten Weitwinkelobjektive werden auch als Reportageobjektive bezeichnet und haben eine leichte bis mittlere Weitwinkelwirkung. Die Verzerrung hält sich hierbei noch in Grenzen und die hohe Schärfentiefe ist besonders in der Reportagefotografie beliebt. 25 weitwinkelobjektiv grafikMillimeter mit einem diagonalen Bildwinkel von 63 Grad und 28 Millimeter mit einem diagonalen Bildwinkel von 75 Grad werden als gemäßigte Weitwinkelbrennweiten bezeichnet und sind dabei auf das Kleinbildformat bezogen.

Außerdem gibt es noch die sogenannten Superweitwinkelobjektive, welche einen Bildwinkel von mehr als 80 Grad besitzen. Oftmals werden sie auch unter der Abkürzung SWW abgekürzt. Darunter zählen ebenfalls die Ultraweitwinkelobjektive, auch bekannt unter UWW. Für Fotografen, die sich in der künstlerischen Szene bewegen oder gern der Naturfotografie nachgehen, sind das wunderbare Spielzeuge.

Die Effekte, die diesem Weitwinkelobjektiv erzielbar sind einmalig. Das Goerz-Hypergon hat einen Bildwinkel von 130 Grad und die kürzeste Brennweite, ohne dass Verzerrungen abgebildet werden. Die gängigen Superweitwinkelbrennweiten sind 14, 17, 20 und 24 Millimeter. Natürlich gibt es auch Weitwinkelobjektive, welche eine Zoomfunktion haben und es ermöglichen den Bildwinkel zu verändern. Diese sogenannten „Tele-Weitwinkel-Zoom-Objektive“ werden auch als „Übergangszoom“ bezeichnet.

Besonders beliebt sind mittlerweile die Objektive mit Brennweiten von 28 bis 200 Millimetern. Dieses startet also bei einem gemäßigten Weitwinkel bis hin zur Tele-Brennweite. Dennoch eignen sich für besondere Fotografiearbeiten, wie zum Beispiel der Architekturfotografie, immer noch Festbrennweiten am besten. Die Objektive mit den besonders großen Brennweitenspannweiten leiden oftmals an Abbildungsfehlern und da kann es zu Verzeichnungen und Randunschärfen kommen. Die gängigen Weitwinkel-Zoomobjektive sind 24-70 Millimeter, 17-40 Millimeter, 16-35 Millimeter und 12-24 Millimeter.


Eine Besonderheit der Weitwinkelobjektive sind die sogenannten Fischaugenobjektive.
Dabei ist die Brennweite in der Regel unter 20 Millimeter und gerade Linien werden in den Bildern gebogen. Bei einer Brennweite von 16 Millimetern, erfasst das Objektiv in einem Bildwinkel von 180 Grad die diagonalen Ecken. Bei einer Brennweite von lediglich acht Millimetern bildet in jeder Diagonale rundherum mindestens 180 Grad ab.

Dabei ist das Bild in der Mitte rund wie ein Kreis und hat an den Rändern schwarze Flächen. Ein Fischaugenobjektiv oder auch Fisheye genannt, biegt gerade Linien nach außen, welche nicht durch den Bildmittelpunkt gehen. Außerdem werden die Raumwinkel weniger verzerrt dargestellt, als es bei den Superweitwinkelobjektiven der Fall ist. Dadurch sind Bildwinkel bis zu mehr als 180 Grad möglich, was ein Alleinstellungsmerkmal der Fischaugenobjektive ist. Bei dieser Form der Weitwinkelobjektive legt die Brennweite den Abbildungsmaßstab fest. Das heißt, dass sowohl Fischaugenobjektive als auch Superweitwinkelobjektive bei einer gleichen Brennweite auch den gleichen Abbildungsmaßstab besitzen.

Dabei sind Bildwinkel zwischen 150 und 180 Grad typisch, manchmal auch bis 220 Grad. Bei einem normalen rechteckigen Bild wird der Sensor vollständig vom Objektiv belichtet. Wenn es sich dabei um Sensoren in Kleinbildgröße und mit einem Bildsensor von 180 Grad handelt, geht dieser Fall bei einer Brennweite von 14 Millimetern los. Wenn der Sensor nur zum Teil vom Objektiv belichtet wird, geht auch Licht am Sensor vorbei.Bei einer Brennweite zwischen acht und 13,5 Millimetern ist das der Fall, wenn die Sensoren in Kleinbildgröße sind und der Bildwinkel 180 Grad beträgt. Dann gibt es auch noch den Fall, dass das komplette Licht auf dem Sensor landet, bei einem runden zirkulären Bild.

Das passiert bei Sensoren in Kleinbildgröße und einem Bildwinkel von 180 Grad, bei einer Brennweite von bis zu acht Millimetern. Die gängigen Fischaugenobjektive für das Kleinbildformat haben eine Brennweite von 16 Millimetern bei einem diagonalen Bildwinkel von 180 Grad. Außerdem gibt es sie noch relativ häufig mit einer Brennweite von 7,5 bis acht Millimetern. Nikon hat ein Fisheye auf den Markt gebracht, welches eine Brennweite von gerade mal sechs Millimetern hat mit einem Bildwinkel von 220 Grad. Dieses Objektiv gibt es bereits seit den 1960er Jahren in unterschiedlichen Varianten und erzeugt ein rundes Bild. Das Besondere an diesem Objektiv ist, dass man sozusagen noch
ein Stück weit nach hinten sehen kann.
Dem Wunsch nach Fischaugenobjektiven mit Zoommöglichkeit kam erstmals Pentax 1995 nach und brachte ein Fisheye mit einer Brennweite von 17 bis 28 Millimetern auf den Markt. Dieses Modell wurde allerdings nur bis 2004 produziert. Zwei Jahre später kam es zu einer Kooperation mit dem Hersteller Tokina und sie stellten einen Nachfolger her mit einer Brennweite von zehn bis 17 Millimetern. Canon brachte 2011 ein Fisheye mit Zoomfunktion auf den Markt, das „EF8-15 mm f/4L Fisheye USM“. Dieses Objektiv war in der Lage, an Kameras mit einem Sensor im Kleinbildformat vom runden Bild bis hin zum eckigen bild zu zoomen. Die Abbildung bleibt auch bei der Zoomfunktion mit der tonnenförmigen Verzeichnung.

 

weitwinkelobjektiv testDas Weitwinkelobjektiv ist sehr schwierig zu konstruieren und zu bauen, dadurch kommt auch der oftmals hohe Preis zustande. Es gibt sie als Wechselobjektive zu kaufen und können an bereits vorhandene Systemkameras angeschraubt werden. Daneben gibt es auch Modelle, bei denen das Weitwinkelobjektiv fest in die Kamera integriert ist. Da das Weitwinkelobjektiv eine sehr hohe Schärfentiefe bietet, ist bei preiswerten Kameras oftmals ein sogenanntes Fixfokus-Objektiv integriert, welches einen gemäßigten Weitwinkelbereich aufweist. Im Objektiv muss der Schwingbereich für den Spiegel auf einer Tiefe von 40 Millimetern frei bleiben, was die Konstruktion solcher Objektive zusätzlich erschwert.

Um das zu garantieren, sind sogenannte Retrofokus-Konstruktionen notwendig. Diese haben die Funktion, den Brennpunkt künstlich nach hinten zu verlegen und verzerren oder vignettieren dabei aber nicht. Dadurch sind die Objektive größer als herkömmliche Objektive und auch schwerer und haben einen vergleichsweise höheren Preis. Es gibt auch Herstellungen, die ohne diesen Retrofokus funktionieren. allerdings können diese Weitwinkelobjektive nur bei Spiegelreflexkameras verwendet werden, bei denen man den Spiegel manuell arretieren kann. Diese Form gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Dabei wurde ein Sucher verwendet, welcher sich manuell aufstecken ließ, da der Sucherspiegel nicht verwendet werden konnte. Diese Form der Konstruktion weist einen sehr schmalen geometrisch axialen Entfernungs-Einstellbereich auf. Das wird bei Großformatkameras mit einer Entfernungseinstellung der Objektivstandarte über die sogenannte optische Bank insofern schwierig, als dass sich das Hinterlinsenglied in unmittelbarer Nähe zur Filmebene befindet und dadurch die Weitwinkeleinstellgeräte verwendet werden müssen.

Es gibt noch eine Möglichkeit, wie sich normale Objektive in Weitwinkelobjektive verwandeln lassen. Dazu gibt es auf dem Markt sogenannte Weitwinkelkonverter, welche vor auf das Objektiv geschraubt werden. Dadurch vergrößert sich der Bildwinkel des Objektivs und die üblichen Multiplikatoren liegen in der spanne von 0,3 und 0,8 Millimetern. Teilweise wird hier sogar ein Fisheye-Effekt erreicht. Diese sogenannten Vorsatzkonverter verkürzen die Brennweite der üblichen Objektive und vergrößern gleichzeitig den Bildwinkel.Bei einem 28 Millimeter Weitwinkelobjektiv für Kleinbildkameras zum Beispiel wird die Brennweite mit einem solchen Konverter auf 22 Millimeter verkürzt und der Bildwinkel von 75 Grad auf circa 90 Grad vergrößert. Es gibt diese Vorsätze direkt für bestimmte Kameras. Diese liefern zuverlässige Ergebnisse, haben allerdings eine verstärkte tonnenförmige Verzeichnung.

Daneben gibt es noch Weitwinkelvorsätze, welche sich universal auf alle Objektive schrauben lassen. Diese verursachen allerdings zum Teil sehr starke Verzeichnungen, ebenso wie Randabschattungen und Farbsäume durch die chromatische Aberration. Zum einen sind diese Konverter mit einem Gewinde versehen, womit sie sich leicht und unkompliziert auf das Objektiv schrauben lassen. Es gibt allerdings auch Konverter ohne diese Filtergewinde und da ist die Montage dann recht aufwändig, da dafür Adapterhalterungen, also sogenannte Filteradapter, benötigt werden.

 

Tipps und Tricks beim Kauf von Weitwinkelobjektiven

Der Markt für Weitwinkelobjektive hat sich in den letzten Jahren stark erweitert und aufgrund der komplizierten Bauweise sind die Preise nicht immer die günstigsten. Deshalb sollte vorher genau überlegt werden, worauf beim Kauf eines Weitwinkelobjektivs geachtet werden soll. Zum einen wäre da die Lichtstärke. Ein gutes Weitwinkelobjektiv zeichnet sich durch eine hohe Lichtstärke aus, was bedeutet, dass durch die weit geöffnete Blende hohe Tiefenschärfe-Effekte erzielt werden können. die Blendenwerte sollten bei dem Objektiv also optimalerweise zwischen f/1.5 und f/6.5 liegen.

weitwinkelobjektiv test kaufen zoom festbrennweiteAuch die Brennweite ist besonders bei dieser Art der Objektive sehr wichtig. Wenn ein herkömmliches Weitwinkelobjektiv für den Gebrauch reicht, sollte sich an Brennweiten zwischen 24 und 35 Millimetern orientiert werden. Weitwinkelobjektive, die eine Brennweite unter 24 Millimetern aufweisen, werden bereits als sogenannte Superweitwinkelobjektive bezeichnet. Umso niedriger die Brennweite ist, desto höher ist in diesem Fall der Lichtabfall an den Ecken des Bildes. Wenn ein sogenanntes Weitwinkelzoomobjektiv die heimische Sammlung erweitern soll, muss man sich entscheiden. Es gibt Zoomobjektive, die einen großen Brennweitenbereich von 18 bis 70 Millimetern abdecken.

Diese liefern allerdings keine so guten Weitwinkel-Aufnahmen, wie Objektive mit einem kleineren Bereich der Brennweitenspanne. Hierbei sollte also auf spezialisierte Werte geachtet werden und auch Objektive mit Festbrennweiten können durchaus auch im Bereich der Weitwinkelobjektive in Betracht gezogen werden. Wenn Objektive mit einer Festbrennweite verwendet werden, ist die Qualität der Bilder meist höher als bei einem Objektiv mit Zoom. Die Festbrennweite sollte im Bereich von 24 bis 35 Millimetern liegen.

Des Weiteren stellt sich die Frage, ob das Objektiv einen Bildstabilisator beinhalten soll oder nicht. Wenn das Foto gestochen scharf werden soll oder auch die Lichtverhältnisse nicht die besten sind, ist eine ruhige Hand gefragt und im besten Fall ein Stativ. Doch es gibt Momente und Situationen, da ist ein Stativ entweder nicht zur Hand oder kann nicht aufgestellt werden.

In diesem Falle macht sich ein integrierter Bildstabilisator besonders gut. Diese wirken der natürlichen menschlichen Unruhe entgegen und stabilisieren das Objektiv. Verwacklungen können damit zwar nicht ausgeschlossen werden, dennoch können sie damit vermindert werden und auch unscharfe Bilder werden so auf der Speicherkarte seltener zu finden sein. Bildstabilisatoren können sich enorm auf den Preis eines Objektives auswirken, deshalb sollte gut überlegt sein, ob dieser Zusatz tatsächlich benötigt wird.

Umso größer die Spannweite der Brennweite ist, desto mehr kann gezoomt werden. Je näher der Fotograf an ein Objekt heranzoomt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Bild unscharf wird. Um die Einstellungen so zu wählen, dass das Bild möglichst ohne Verwacklungen geschossen wird gibt es eine Faustregel. Diese besagt, dass die Belichtungszeit den Kehrwert der eingestellten Brennweite nicht überschreiten darf. Das bedeutet, wenn eine Brennweite von beispielsweise 35 Millimetern eingestellt ist, darf die Belichtungszeit nicht mehr als 1/35 Sekunden betragen.

Diese Faustregel macht deutlich, dass so verwackelungsfreie Bilder ohne Stativ und Bildstabilisator nur bei hellem Tageslicht möglich sind. Wenn ein Bildstabilisator im Objektiv integriert ist, halbiert eine kleiner Blendestufe die Belichtungszeit lediglich. Das bedeutet wiederum, dass bei einer Brennweite von 35 Millimetern mit 1/8 Sekunde belichtet werden kann. Bei einer Brennweite von 270 Millimetern kann ohne Bildstabilisator nur 1/270 Sekunden belichtet werden und mit eingebautem Stabilisator stolze 1/68 Sekunden. Hier wird deutlich, dass sich ein Bildstabilisator vor allem bei Weitwinkelobjektiven mit Zoomfunktion lohnt. Vor allem die Telezoomobjektive haben mit höherer Brennweite eine größere Anfangsblende und werden quasi lichtschwächer. Mit solchen Objektiven ist ein Bildstabilisator unbedingt zu empfehlen. Dieser Zusatz bewirkt in den Objektiven, dass die Linsen in Schwingungen versetzt werden, wenn sich die Kamera bewegt. Das gleicht die Unruhe des Benutzers aus, da die Linsen so gelagert sind, dass sie bewegt werden können.